Ihr Bewerbungsanschreiben ist ein Motivationsschreiben. Sie müssen zeigen, dass Sie die richtige Person für die zu besetzende Stelle sind. Um sich die Erstellung des Anschreibens zu erleichtern, beantworten Sie sich beispielsweise folgende Fragen: Was qualifiziert Sie hierfür? In welchen Bereichen haben Sie bereits Erfahrungen gesammelt? Können Sie das mit einem Arbeitszeugnis belegen? Oder kann das vielleicht noch nachgefordert werden? Tipp: Im Anschreiben werden vor allem allgemeine Branche und Tätigkeiten genannt - die konkreten Arbeitgeber finden sich im Lebenslauf wieder.


Ihr Lebenslauf beschreibt die beruflichen Stationen am besten und zeigt, wo Sie was gemacht haben. Eine tabellarische Auflistung ist gut geeignet und übersichtlich. Bilden Sie Blöcke: Persönliche Daten, schulischer Hintergrund, Berufspraxis, Sonstiges. Hier können Sie Ihren Führerschein erwähnen, oder, falls vorhanden, Staplerschein und Freizeitverhalten. Interessant ist beispielsweise auch Vereinssport - denn hier vermutet man ausgeprägte Teamfähigkeit. Bei Berufsanfängern sind Praktika zu nennen, die schon einmal den beruflichen Weg weisen können.


Mit dem Deckblatt geben Sie dem Leser bzw. der Leserin eine kurze Zusammenfassung. Dort können Sie ein Bewerbungsfoto platzieren, mitteilen für welchen Beruf Sie sich bewerben, Ihre persönlichen Kontaktdaten mit E-Mail, (Mobil)Telefon noch einmal festhalten, und, wenn Sie wollen, ein Verzeichnis der Anlagen auflisten.


Zeugniskopien sind besonders wichtig, wenn Sie als Facharbeiter_in auftreten oder auch eine Ausbildung in Betracht kommt. Ihre Noten verraten, ob Sie den schulischen Anforderungen gerecht werden können.
Arbeitszeugnisse können auch als „stumme Zeugen“ gesehen werden, weil Sie dem neuen Arbeitgeber bzw. der neuen Arbeitgeberin viel über Sie verraten. Ein kodiertes Sprachsystem sagt aus, wie es mit Ihrer Einstellung zur Arbeit bestellt ist. Z.B. eine Formulierung wie „Herr/Frau Muster hatte die Gelegenheit, sich in allen Bereichen unseres Unternehmens einzuarbeiten“ wirft die Frage auf, warum wurde dies dann nicht getan? Im Zweifel lassen Sie Ihr Arbeitszeugnis von einem_einer unabhängigen Berater_in gegenlesen.


Sonstiges.  Wenn es noch etwas gibt, von dem Sie meinen, dass es für Ihren neuen Arbeitgeber bzw. Ihrer neuen Arbeitgeberin interessant sein könnte – Bitte, hier haben Sie die Gelegenheit. Ein Zeugnis über eine ehrenamtliche Tätigkeit bspw. beim Roten Kreuz, der Caritas, im Kirchenvorstand, Betreuer_in einer Kindersportgruppe oder ähnliches, lässt Sie beim neuen Arbeitgeber bzw. der neuen Arbeitgeberin besonders gut aussehen. Verantwortung zu übernehmen, und das unentgeltlich und in Ihrer Freizeit, macht auf den_die Leser_in einen positiven Eindruck.


Eine solche schriftliche Unterlage zeigt den Personalverantwortlichen, dass Sie sich gut vorbereitet haben und die Auseinandersetzung mit Ihrer Bewerbung ist nicht so zeitraubend, weil Sie diese übersichtlich gestaltet haben. Eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch ist wahrscheinlich.